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Die Geschichte der Kraltaverne
Seit 1850 ist die Kraltaverne im Besitz der Familie Höfler, die seit ca. 1785 in Fladnitz ansässig ist. Es handelt sich um das älteste Gasthaus des Ortes. Die Bezeichnung Taverne deutet darauf hin, dass sie einmal zu einem herrschaftlichen Hof gehörte. Der Wortteil Kral ist wahrscheinlich der Name seines einstigen Besitzers, der aber urkundlich nicht überliefert ist. Vielleicht bestand ein Zusammenhang mit der Ritterfamilie im Passailer Becken verstreute Lehen der Stubenberger besaß.

In Fladnitz gab es im Mittelalter drei Edelhöfe. Auf dem Gründungshof am Nordrand des Dorfes saßen die Ritter von Fladnitz. Bei ihrem Aussterben im 16. Jahrhundert wurde der Hof in die heutigen Anwesen vulgo Schweiger und Trattner geteilt. In der westlichen Dorfzeile statteten die Herren von Stubenberg zwei Bauernbuben mit Zusatzgründen aus und gaben sie als Lehenshöfe an ritterliche Gefolgsleute aus. Ein Hof, den späteren Haufbauer (Haus Nr. 31), kauften sie noch vor 1381 von den Inhabern zurück du gaben ihn als Zinspflichtiges Bauerngut aus.

Der zweite Hof, der spätere Höfler (Haus Nr.28) war Lehen der Familie Mairhofer, die von 1381 bis 1493 in der Fladnitzer Gegend nachweisbar, unter anderem als stubenbergische Amtleute des Amtes Tober oder Fladnitz. Sie stiftete auch den Pfarrgrund südlich des Dorfes. 1542 war dieser „Maierhof zu Fladnitz“ der auch Mairhofer-Hof, Aigenhof oder Lehenhof genannt wurde, im Besitz eines gewissen Andre Manko aus Peggau, dann eines Brucker Bürgers. 1599 erwarb ihn der Besitzer des benachbarten Hofbauergutes, Veit Zötl. Damit war der Edelhof in bäuerlichen Besitz geraten. Er war bis 1724 das einzige bäuerliche Freisassengut in der nördlichen Oststeiermark. 1607 wurde der „Mairhof“ an die Hofbauerntochter Christina Schinderl verliehen, die ihn zwischen 1623 und 1632 dem Haus Silbermann verkaufte.

Die angesehene Familie Silbermann war vermutlich aus Süddeutschland eingewandert. 1572 hören wir zum ersten Mal von einem Hans Silbermann in Fladnitz. Er besaß wahrscheinlich bereits damals einen Teil der Kraltaverne, während der zweite Teil dem Veit Zötl vulgo Hofbauer gehörte. 1592 denunzierte Zötl seinen Nachbarn bei der Herrschaft Stubegg. Hans Silbermann wurde einige Tage in den Kerker geworfen. Ein Vetter, der pfalzgräfliche Rat Gregor Silbermann aus Neuburg an der Donau in Bayern, intervenierte daraufhin bei der Herrschaft.

1634 erscheint in den Stubegger Untertanenverzeichnissen Hans Siblermann – wohl der Sohn – bereits als Inhaber beider Besitzteile, dem eigentlichen „Kralhaus“ (auch als Kalblhaus verschrieben) und der ehemaligen „Graßlhofstatt“ als Zulehen. Die Silbermann waren als Besitzer des Mairhofes und der Taverne nun die reichsten Bürger des Dorfes. Der Sohn Adam war nach 1680 auch herrschaftlicher Amtmann, ab 1700 folgte wieder ein Hans. 1724 wurden durch Landtagsbeschluß die bäuerlichen Freisassen aufgehoben. Der Edelhof des Hans Silbermann wurde seiner Lehensherrschaft Stubegg als untertäniges Gut zugeteilt. Bald drauf starben die Silbermann aus. Ihr großer Besitz kam verschiedene Hände.

Die Kraltaverne begegnet uns um 1750 im besitz des Josef Kleinschuster. 1770 besaß sie dessen Schwiegersohn Peter Holzer, der seinem Stammgut (Haus Nr. 7) den noch geläufigen Vulgarnamen Holzer hinterließ. Er starb 1790. Der Witwe Maria Anna folgte 1793 der Sohn Peter Holzer jun. 1804 kam die Taverne, mit der auch ein radiviertes Fleischgewerbe verbunden war durch Kauf an Jakob Pichler 1812 an Jakob Riedler und 1816 an Peter Kainz vulgo Hofbauer. Damit war wieder die gleiche Besitzverbindung wie im 16 Jahrhundert gegeben. Nach dem Tod des Peter Kainz 1850 erwarben Franz und Maria Höfler den Gastbetrieb. Nun wiederholte sich die Besitzverbindung des 17. und 18 Jahrhundert mit dem Mairhofer-Hof.

Dieser war nach dem Aussterben der Silbermann kurzfristig an Bäcker Johann Georg Höller (Haus Nr.8) gelangt. 1780 ersteigerte ein Franz Polz den Hof. Bald darauf erwarb ihn der Benefiziaht von Gutenberg Andreas Hölfer, der ihn 1992 seinen Neffen Franz vererbte. 1831 erfolgte der gleichnamige Sohn, eben jener der 1850 auch die Kraltaverne aus der Hofbauer-Erbschaft erwarb. 19 77 starb Franz Höfler der Jüngere. Er hatte bereits 1862 die Kraltaverne an Vinzenz Höfler und dessen Ehefrau Aloisia übergeben. 1877 folgte diese auch auf dem ehemaligen Edelhof nach, der inzwischen den Familienamen der nunmehrigen Besitzer als Vulgarnamen angenommen hatte.

Lauf Pfarrchronik brannte die Kraltaverne 1779 ab 1859 wurde das Haus wiederum ganz neu gebaut. Bei der Volkszählung 1880 wohnten siebzehn Menschen im Haus Nr. 4. Der Gastbetrieb mit Fleischerei, Wein- und Viehhandel war das reichste Haus im ganzen Talkessel.
 
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Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Reise ohne Einkehr. (griechische Weisheit)

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Gasthof Höfler - Fladnitz a.d. Teichalm 4, 8163 Fladnitz a.d. Teichalm - info@kraltaverne.at - 03179 / 27411 Werbemühle